Menschen mit Diabetes und Interessierte konnten sich beim Deutschen Diabetikertag 2015, präsentiert von der diabetestour, gemeinsam mit dem Deutschen Diabetiker Bund (DDB), am Informationsstand der gvw über die Themen „Chronische Wunden“ und „Optimale Wundversorgung“ umfassend informieren.

Die Wundmanagerinnen des WZ®-WundZentrums Nürnberg, Antonia Kratz und Elisabeth Degelmann, beantworteten Standbesuchern unter anderem Fragen zur Vorsorge und Behandlung des diabetischen Fußsyndroms (DFS), einer schwerwiegenden Folgekomplikation des Diabetes.

Von den derzeit etwa sechs Millionen Menschen mit Diabetes in Deutschland[i] leidet mehr als jeder Dritte [ii] an einer Schädigung der Nervenfasern, der so genannten diabetischen Neuropathie. Anzeichen dafür können Empfindungsstörungen wie Kribbeln, Brennen, Taubheit oder Schmerzen in den Füßen sein. „Patienten spüren dann mitunter ihre Wunden an den Füßen nicht mehr, die beispielsweise durch eine Druckstelle im Schuh entstanden sind. Auf Grund der schlechteren Durchblutung bei Menschen mit Diabetes, heilen diese Wunden zudem schlechter als bei Gesunden. Beide Faktoren können die Entstehung eines Diabetischen Fußsyndroms begünstigen “, erklärte Degelmann.

Deshalb ist es wichtig, dass Menschen mit Diabetes täglich ihre Füße selbst untersuchen und auf kleine Verletzungen achten. „Betroffene sollten, sobald sie Veränderungen an den Füßen feststellen, einen Arzt konsultieren. So können kleinste Verletzungen und Empfindungsstörungen rechtzeitig bemerkt und frühzeitig behandelt werden und schwerwiegende Folgen wie das Diabetische Fußsyndrom verhindert werden“, sagte Antonia Kratz.

Kostenfreier Sensibilitäts-Check am gvw-Informationsstand

Die Wundmanagerinnen des WZ®-WundZentrums Nürnberg haben bei vielen Standbesuchern die Sensibilität ihrer Füße untersucht. Zu diesem Sensibilitäts-Check gehörte die Überprüfung des Vibrations- und Temperaturempfindens sowie der Druckwahrnehmung. Aus den Ergebnissen dieser Untersuchung konnten sich Hinweise auf eine mögliche diabetische Neuropathie, ein Risikofaktor für das DFS ergeben.

 

 

[i] Robert Koch-Institut: Daten und Fakten: Ergebnisse der Studie »Gesundheit in Deutschland aktuell 2010«. Beiträge zur Gesundheitsberichterstattung des Bundes. Robert Koch-Institut, 2012, Berlin

[ii] Ziegler D et al. Diabetische Neuropathie. Diabetologie 2014; 9:S100-S110